Titel

Namensgeber

Die Grabfelder, die sich um die die Säulen im Hauptschiff gruppieren sind nach Heiligen und Personen benannt, die eine Beziehung zu unserer Gemeinde, unserer Stadt oder dem Erzbistum Paderborn haben.

Maria – Unsere liebe Frau

Maria ist die Mutter Jesu Christi. Sie ist die Patronin der hiesigen Grabeskirche „Liebfrauen“. Maria tritt in der Bibel nur an wenigen Stellen und eher am Rande in Erscheinung, in den meisten neutestamentlichen Schriften wird sie überhaupt nicht erwähnt. Marias Demut, ihr Glaube sowie ihre vertrauensvolle Zustimmung, mit der sie sich in Gottes Plan fügt, sind das Grundmotiv der späteren Marienverehrung. Bei der Darstellung Jesu im Tempel kündigt Simeon ihr das Leiden um und mit ihrem Sohn an (Lk 2, 35). Als einziges Evangelium stellt das Johannesevangelium Jesu Mutter als Zeugin der Kreuzigung dar: „Siehe, dein Sohn – siehe, deine Mutter“ (Joh 19, 25). Schließlich wird Maria in der Hl. Schrift neben anderen Frauen als eine der ersten Zeuginnen der Auferstehung Jesu erwähnt.

Johannes der Täufer

Johannes der Täufer ist eine der zentralen Figuren des Christentums. Nach Darstellung des Lukasevangeliums war Johannes der Sohn des Priesters Zacharias und seiner Frau Elisabet (Lk 1, 5). Etwa um das Jahr 29/30 n. Chr. begann Johannes der Täufer sein öffentliches Wirken. Er führte ein betont asketisches Leben, predigte Buße und taufte als Zeichen der Umkehr. Johannes gilt im Christentum nach Darstellung des Evangelisten Markus als Vorläufer und Wegbereiter Jesu (Mk 1, 2–15). Auch Jesus ließ sich von Johannes im Jordan taufen.  Johannes nennt Jesus „das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt hinwegnimmt“(Joh. 1,29). Johannes ist der Patron der Propsteikirche St. Johannes Baptist zu Dortmund.

Bruder Jordan Mai

Am 1. September 1866 in Buer geboren, entschied sich Heinrich Theodor Mai  mit 28 Jahren für das Leben in der Gemeinschaft der Franziskaner. Als Bruder Jordan betreute er mit Aufmerksamkeit die Mitbrüder und die Gäste. Eine Station seines Lebens und Wirkens war neben Paderborn seit 1907 Dortmund. Aufgrund einer chronischen Krankheit verbrachte er viele Stunden im Gebet, manchmal sogar ganze Nächte. Immer mehr wandten sich Menschen aus Dortmund und Umgebung in ihren Nöten an ihn. Sein fürbittendes Gebet galt besonders den hart arbeitenden Menschen des Reviers. Nach dem Tode Bruder Jordans am 20. Februar 1922 verbreitete sich die Nachricht, ein heiliger Bruder sei in Dortmund gestorben. Briefe gingen im Kloster ein, die für Bruder Jordans Fürbitte dankten. Der damalige Erzbischof von Paderborn, Caspar Klein, ließ die Gebeine zehn Jahre nach dem Tode erheben, 1950 wurden sie in die Kloster- und Pfarrkirche übertragen.

Selige Pauline von Mallinckrodt

Pauline wurde am 3. Juni 1817 in Minden geboren. Ihre Kindheit verlebte sie in Aachen. In Paderborn, wo die Familie nach der Pensionierung des Vaters wohnte, fand Pauline ein weites soziales Spannungsfeld vor. Mit ganzer Kraft engagierte sie sich für Arme und Kranke und gründete eine "Kleinkinder-Bewahrschule" als Tagesheimstätte, in die sie bald auch die ersten blinden Kinder aufnahm. Am 21. August 1849 gründete Pauline von Mallinckrodt die Kongregation der Schwestern der Christlichen Liebe. Mutter Pauline starb am 30. April 1881 in Paderborn. Sie fand ihre letzte Ruhestätte in der Konraduskapelle im Garten des Mutterhauses in Paderborn, heute ein Anziehungspunkt für viele Hilfesuchende. Am 14. April 1985 wurde Pauline von Mallinckrodt von Papst Johannes Paul II. selig gesprochen.

Seliger Adolph Kolping

Adolph Kolping, geboren am 8.12.1813, wuchs als Kind eines armen Schäfers auf, lernte das Schusterhandwerk und kam als 18-jähriger Geselle nach Köln. Entsetzt über die menschenunwürdigen Lebensbedingungen in der Stadt, beschloss er Priester zu werden und zu helfen. Im Jahre 1849 gründete Kolping den Kölner Gesellenverein, der durch soziale Unterstützung sowie mit Freizeit- und Bildungsangeboten verhindern sollte, dass unselbständige Handwerker ins Proletariat abrutschen und sich dem Christentum entfremden. Die Gesellenvereine, aus dem der spätere Kolpingverband hervorgegangen ist, sollten wandernden Handwerkern eine Art Familienersatz bieten. Adolph Kolping starb am 4. Dezember 1865 und wurde am 27. Oktober 1991 von Papst Johannes Paul II. seliggesprochen.

Heilige Brüder Ewalde

Die beiden heiligen Brüder Ewaldi (auch: Ewalde), geboren in Northumbria/England, waren angelsächsische Missionare in Westfalen und Märtyrer. Nach der Haarfarbe spricht man vom Schwarzen und vom Weißen Ewald. Die hll. Ewalde waren im an das Frankenreich angrenzenden Gebiet der Sachsen missionarisch tätig, insbesondere am Hellweg, an der Lippe und im Münsterland. Der Historiker Beda Venerabilis (672/673-735) nennt nicht den Ort ihres Martyriums, jedoch durch lokale Überlieferungen wird vermutet, dass dieses in Aplerbeck (heute ein Stadtteil von Dortmund) stattfand. Eine genaue Datierung ist schwierig, in der Regel wird es auf die Jahre 689-690 datiert. Ihre Reliquien wurden nach Köln überführt. Erzbischof Anno II. verbrachte sie 1074 in die Kirche St. Kunibert. Im Erzbistum Paderborn werden sie am 3. Oktober verehrt.

Heiliger Liborius

Liborius, ein Freund des hl. Martin von Tours, war im 4. Jahrhundert Bischof von Le Mans. Von Liborius berichten Quellen, dass er Großes für die Kirche von Le Mans geleistet hat und nach seinem Tode viele Wunderzeichen gewirkt habe. Im Jahre 836 wollte der damalige Bischof Badurad von Paderborn das Band der Einheit zwischen dem noch jungen Bistum und den schon im Glauben bewährten Kirchen des Frankenreiches festigen. Mit einem Empfehlungsschreiben Ludwigs des Frommen zogen Gesandte des Bischofs nach Le Mans und erbaten die Gebeine eines Heiligen. Bischof und Gläubige schenkten ihnen daraufhin bereiten Herzens die Gebeine des heiligen Liborius. Zugleich schlossen beide Kirchen einen „Liebesbund ewiger Bruderschaft“, welcher alle Stürme der Zeit, ja selbst Weltkriege, überdauerte. Zu Beginn des 11. Jahrhunderts wurde der Hl. Liborius Hauptpatron der Bischofskirche und späterer Patron des Erzbistums. Sein Gedenktag ist der 23. Juli.

Heiliger Reinoldus

Die Darstellungen des Stadtpatrons zeigen ihn wehrhaft gerüstet, mit Schild und Schwert. In Dortmund nannte sich im Mittelalter die mächtigste aller Gilden der Reichsstadt, die der Tuchhändler, nach dem Stadtheiligen. Seit dem 11. Jahrhundert gilt er u.a. als Schutzheiliger und Stadtpatron Dortmunds. Im Verlauf der Gegenreformation gelangten die Reliquien 1614 schließlich an den Erzbischof von Toledo. Als die Stadt Dortmund im Jahr 1982 ihr 1100-jähriges Stadtjubiläum feierte, brachte eine Delegation aus Toledo eine große Reliquie des Heiligen als Leihgabe nach Dortmund. Ein Teil dieser Reliquie wurde als Schenkung im Altar der katholischen Propsteikirche St. Johannes Baptist, der ehemaligen Kirche des Dominikanerklosters, in einem kostbaren Schrein aus Silber und Gold zur Verehrung beigesetzt. Der Gedenktag des Hl. Reinoldus ist der 7. Januar.

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